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28.07.2019, 18:09 Uhr | Benno Kirsch

CDU Moabit besucht Haus der Wannseekonferenz

Bildungsfahrt in den Sommerferien

Die CDU hat eine Bildungsfahrt zur Gedenkstätte Haus der Wannseekonferenz gemacht. Hier einigten sich 1942 verschiedene Behörden über die Ausführung des Mordes an den europäischen Juden. Es war ein Besuch, der lange nachhallte. Mit Bildergalerie.

Foto: Benno Kirsch

Es ist ein idyllischer Ort am Wannsee, weitab vom Trubel der Großstadt: eine Fabrikantenvilla aus dem Jahr 1915, umgeben von üppigen Gartenanlagen und Blick aufs Wasser, die vom Reichtum seines Erbauers und Besitzers zeugt. Doch diese Idylle trügt, denn hier trafen sich am 20. Januar 1942 Vertreter mehrerer Behörden, um über die »Endlösung der Judenfrage« zu beraten. Heute beherbergt die Villa die Gedenkstätte Haus der Wannseekonferenz.

Der Erstbesitzer des herrschaftlichen Hauses war ein Unternehmer, der wegen verschiedener Vergehen ins Gefängnis musste und die Villa aus Geldnot verkaufen musste. Sie ging in den Besitz der SS über, die sie zwischen 1941 und 1945 als Gäste- und Tagungshaus nutzte. An der Konferenz nahmen unter anderem Reinhard Heydrich (eine der wichtigsten Figuren im NS-Staat) und Adolf Eichmann (dem Organisator der Judenvernichtung) teil. Sie verständigten sich auf die Aufgabenverteilung beim Völkermord, der schon längst begonnen hatte.

Um sich diese dunkle Kapitel der deutschen Geschichte zu vergegenwärtigen, nahm die CDU Moabit dort an einer Führung teil. Sie erhielt eine sehr lebendige und informative Einführung in das Thema. Die Dauerausstellung ergänzte den Vortrag der Referentin sehr gut und erschloss den Besuchern die Bedeutung dieser Konferenz.

Die Gedenkstätte Haus der Wannseekonferenz wurde am 19. Januar 1992 anlässlich der 50. Wiederkehr des Tages der Konferenz eröffnet. Der damalige Regierende Bürgermeister Eberhard Diepgen sagte: »Heute geben wir diesen Ort seiner Geschichte zurück.« Er sprach von »einem Dreiklang des Gedenkens«: Die Planung des Holocaust, die Ausführung (Gedenkort Topografie des Terrors) und den Widerstand gegen die Diktatur (Gedenkort Bendlerblock, Stauffenbergstraße).

Sehen Sie sich die Bilder vom Besuch im Haus der Wannseekonferenz an!



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